Atemwegs-Infektionen – Beratung, Abklärung, Behandlung und Vorbeugung
Atemwegsinfektionen waren schon vor der COVID-Pandemie häufig. Die Erreger sind meist Viren und Antibiotika sind unwirksam. Trotzdem werden Antibiotika (zu) häufig eingesetzt. Wichtig ist eine gute Evaluation und Beratung der Patienten und eine gute symptomlindernde Therapie: Diese steigert das Wohlbefinden auch durch die Fürsorge und nehmen die Ohnmacht, bei Verzicht auf Antibiotika nichts zur Genesung beitragen zu können. Ein weiteres, heute für Patienten wichtiges Thema ist die Salutogenese: was kann die Patientin machen, um häufige, v.a. winterliche Atemwegsinfektionen vorzubeugen.
Prof. Philip Tarr ist Infektiologe und Allgemeininternist und setzt sich sehr für eine patientenzentrierte Medizin sowie für praxisnahe Fortbildungen ein – ob für Ärztinnen, Apothekerinnen, Pflegefachkräfte oder Laien. Von 2017-2022 leitete er das nationale Forschungsprogramm NFP74 zu Impfskepsis.
- Lernziele: Die Teilnehmenden:
- lernen aktuelle Daten zu Atemwegsinfektionen kennen
- kennen die Alarmzeichen und die Empfehlungen zur Abklärung
- sind in der Lage, die Indikation für Antibiotika zu erkennen
- verstehen, dass gute symptomlindernde Therapien das A und O bei diesen meist harmlosen, selbstlimitierten Erkrankungen sind
- können die Wirksamkeit, Sicherheit und Nutzen von Impfungen (covid, Influenza) diskutieren
Schulungsinhalte
Themen:
- Virale vs. bakterielle Atemwegsinfektionen
- Übertherapie mit Antibiotika vermeiden
- Symptomlinderung & Patientenzufriedenheit
- Salutogenese & Prävention im Winter
- Impfberatung zu Covid & Influenza
- Kommunikation mit impfskeptischen Patient:innen
- Rolle der Apotheke & Fürsorge im Beratungsgespräch
Datum & Ort
03.12.2024 19:00-20:00 Uhr - Online
Akkreditierung
Das Webinar ergibt bei aktivem Besuch 6.25 FPH-Punkte 1 SDV-Punkt